Bibellehre

Editorial 01 – Werde wach und stärke, was noch übrig ist

Philip van den Berg - 1 Oktober 2014

Editorial Israelaktuell.ch Zeitung Oktober / November 2014

Liebe Leserin, lieber Leser!

Dies ist die erste schweizer Ausgabe von Israelaktuell, die nun alle zwei Monate erscheinen soll. Lassen sie uns gern Ihre Meinung dazu wissen (Anschrift im Impressum auf Seite 16).

Wie in vielen Teilen Westeuropas, hat der Verteidigungskampf Israels gegen den Terrorismus der Hamas auch in der Schweiz eine Welle von Antisemitismus verursacht. Oder besser gesagt: freigelegt. Im Podiumsgespräch „Umgang mit Minderheiten“ in der Synagoge von Endingen am 3. August wurde klar (siehe Seite 16), dass die Feindseligkeit von vielen Schweizern den Juden gegenüber schont Jahrhunderte latent anwesend gewesen ist. Die Rolle der Kirchen, welche unsere jüdische Wurzel bewusst oder unbewusst durchgeschnitten und das Evangelium verdreht haben, darf hier nicht unerwähnt bleiben. Und auch in der Schweiz beschränkten sich diese Äusserungen nicht auf die Israelische Regierung oder Armee, sondern auf Israel als Ganzes.

Auch für die Schweiz ist die Zeit gekommen, der Vergangenheit nicht mehr aus dem Weg zu gehen und zu bestimmen, wo es in der Zukunft stehen will. Oder wie unser Herr Jesus Christus in der Offenbarung des Johannes an die Gemeinde in Sardes und Laodizäa schreibt: „Werde wach und stärke, was noch übrig ist“ (3, 2a) und „wärest du doch kalt oder heiss!“ (3, 25a).

Durch die digitalen Medien, Kurse, Bücher und Sprecher bieten Organisationen wie Christen an der Seite Israel uns mehr denn je die Möglichkeit, sich über die Vergangenheit und
die Schuld der Schweiz zu erkundigen. Aber auch über die Barmherzigkeit Gottes für unser Land und für Israel in der heutigen Zeit, und für Gottes Plan für Zukunft mit seinem Volk, ein weiterer und endgültiger Segen für die Nationen zu sein. Um Seines Heiligen Namens Willen.

Philip van den Berg
Christen an der Seite Israels Schweiz

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