• Pessach-Haggada von Jakob Michael May Segal, Frankfurt am Main im Jahr 1731. Photo Credit: Zacharias Shoukry, Wikimedia Commons (via C4I Austria)
Bibellehre

P A S S A H

Willem und Marianne Glashouwer - 1. April 2020

P a s s a h – Ostern

“Dreimal im Jahr soll alles bei dir, was männlich ist, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an der Stätte, die er erwählen wird: am Fest der ungesäuerten Brote und am Fest der Wochen und am Fest der Laubhütten. Und man soll nicht mit leeren Händen vor dem HERRN erscheinen: jeder nach dem, was seine Hand geben kann, nach dem Segen des HERRN, deines Gottes, den er dir gegeben hat.“ (5. Mose 16,16-17)

In biblischen Zeiten mussten die Männer dreimal jährlich zum Tempel nach Jerusalem. Die Frauen und Kinder blieben daheim zurück. Es war aber nicht so, dass Gott sie dabei übersah. Gerade dann kümmerte er sich ganz besonders um sie. Während die Männer fort waren, blieben sie in einer ganz verletzlichen Lage zurück. Wer sollte sie denn verteidigen, wenn irgendein Feind das Land überfallen würde? Während dieser Wochen durften sie sich darauf verlassen, dass Gott Wache über sie hielt. Er ließ es nicht zu, dass die umringenden Völker die Lage ausnutzen würden: „Denn ich werde die Nationen vor dir austreiben und deine Grenze erweitern. Und niemand wird dein Land begehren, wenn du dreimal im Jahr hinaufziehst, um vor dem Angesicht des HERRN, deines Gottes, zu erscheinen.“ (2. Mose 34,24)

Brot der Schmerzen

Gott, der HERR, hat ganz genaue Anweisungen darüber gegeben, wie die Israeliten vorgehen sollten. „Dies sind die Feste des HERRN, heilige Versammlungen, die ihr ausrufen sollt zu ihrer bestimmten Zeit: Im ersten Monat, am Vierzehnten des Monats, zwischen den zwei Abenden, ist Passah dem HERRN. Am fünfzehnten Tag dieses Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote dem HERRN; sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen.“ (3. Mose 23,4-6). Ungesäuertes Brot: Matzen. Brot ohne Hefe. Matzen werden manchmal auch das „Brot der Schmerzen“ genannt.

Sauerteig

Oft wird Hefe mit Sünde verglichen. Man denke da an die Worte Jesu zu seinen Jüngern: „Sehet zu, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes.“ (Markus 8,15). Paulus sagt in 1. Korinther 5,6-8: „Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja bereits ungesäuert seid. Denn auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet. Darum lasst uns Festfeier halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit.“

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