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Buch & Vorträge: Nie geht es nur um Vergangenheit – Schicksale und Begegnungen im Dreiland 1933-1945

Philip van den Berg - 23 Oktober 2018

Nie geht es nur um Vergangenheit – Schicksale und Begegnungen im Dreiland 1933-1945, herausgegeben von Wolfgang Benz, Johannes Czwalina und Dan Shambicco. Mit Beiträgen von Andrzej Szpilman, David Klein, Gabriele Bergner, Gabriel Heim, Hansjörg Noe, Kassandra Hammel, Michael Kogon, Petra Bonavita, Roland Paul, Stefan Keller, Susanne Guski-Leinwand, Winfried Meyer. Erscheinungsdatum: 31.10.2018, Buch 300 Seiten, 21.5 x 14 cm, ISBN 9783947373222

»Nach zwei Jahren Gefangenschat im Warschauer Ghetto, täglich bedroht und ums Überleben kämpfend, nach dramatischen Ereignissen auf dem Umschlagplatz des Warschauer Ghettos, wurde seine ganze Familie 1942 nach Treblinka abtransportiert und ermordet. Nicht einmal Fotos oder Persönliches blieben zurück. Die Familie sollte samt ihren Wurzeln und ihrer Geschichte ausgerottet werden. Er selbst überlebte wie durch ein Wunder.« […]
»Mein Vater verstarb am 6. Juli 2000. Er durte die Veröfentlichung und Verbreitung seines Buches noch miterleben. Gleich nach Erscheinen 1999 wurde es zum Bestseller in England und den USA. Daran hatte er nie geglaubt, denn er meinte, dass sich niemand für seine und die Geschichte seiner Familie interessieren würde.«
aus dem Buch: Andrzej Szpilman

Heute gibt es nur noch wenige Zeitzeugen, die den Zweiten Weltkrieg mit- und überlebt haben. Schon bald werden wir nur noch Berichte aus zweiter Hand hören können. Im vorliegenden Buch erzählen ehemalige Flüchtlinge, deren Heimat in der Zwischenzeit das Dreiländereck geworden ist oder deren Fluchtweg diese Gegend gekreuzt hat, von ihren tiefgreifenden Erlebnissen, von Feigheit und Denunziation, aber auch von Mut und Hilfsbereitschaft. Unter den Beiträgern befinden sich nicht nur letzte Überlebende des Holocaust und deren Kinder, sondern auch Nachkommen von Tätern, die selbst unter den Verbrechen ihrer Vorfahren leiden. Die Vergangenheit und die Gegenwart können nicht getrennt betrachtet werden, sondern die Gegenwart kann nur aus der Kenntnis der Vergangenheit heraus verstanden und bewältigt werden. Ein aufwühlendes Zeitdokument.

Buch-Vorschau

Das Buch wird in einer Reihe von Lesung dem Deutschen und Schweizer Publikum Präsentiert:

  • 13.11.2018, Lörrach: Dreiländermuseum, Basler Str. 143, D-79540 Lörrach, 19:00 Uhr
  • 25.11.2018, Basel: Les Gareçons, Schwarzwaldallee 200 – Badischer Bahnhof, CH-4058 Basel, 19:00 Uhr
  • 29.11.2018, Liestal: Kantonsbibliothek Baselland, Emma Herwegh-Platz 4, CH-4410 Liestal, 19:30 Uhr
  • 13.12.2018, Freiburg i. Br.: Universitätsbibliothek, Platz der Universität 2, D-79098 Freiburg im Breisgau, 18:30 Uhr
  • 10.01.2019, Gedenkstätte Riehen: Inzlingerstrasse 44, CH-4125 Riehen, 19:30 Uhr
  • 17.01.2019, Berlin: Holocaust-Mahnmal, Cora-Berliner-Straße 1, D-10117 Berlin, 18:00 Uhr
  • 04.02.2019, Frankfurt a.M.: Deutsche Nationalbibliothek, Adickesallee 1, D-60322 Frankfurt am Main, 19:00 Uhr
  • 19.02.2019, Bonn: Universitätsclub, Konviktstraße 9, D-53113 Bonn, 18:30 Uhr
  • 25.02.2019, Leipzig: Deutsche Nationalbibliothek, Deutscher Pl. 1, D-04103 Leipzig, 19:00 Uhr

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