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  • Protestkundgebung bei Sheikh Jarrah. Photo Credit: Flash 90
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Protestkundgebung bei Sheikh Jarrah

editor - 14. Juli 2021

Einige Fakten über Sheikh Jarrah, die Sie wissen müssen

Viele Medien haben nicht gezögert, einmal mehr Israel anzuprangern, im Ostteil Jerusalems würden Palästinenser  aus ihren Häusern vertrieben, um diese „an eine radikale Siedlerorganisation übergeben zu können“. Dass das betreffende Grundstück seit 1875 in jüdischem Besitz ist und dass die betroffenen Palästinenser bleiben könnten, würden sie Miete bezahlen – was sie verweigern – wurde von den Medien kaum vermittelt.

Chaim Silberstein ist mit der Situation vertraut. Er schrieb uns aus Jerusalem folgendes:

Hintergrund
Die Hamas nutzte die Ereignisse um Sheikh Jarrah und die von Palästinensern provozierten Unruhen auf dem Tempelberg als Vorwand, um darauf tausende Raketen auf israelische Städte, Dörfer und damit auf Menschen abzufeuern. Die Hamas hat diese tödlichen Raketen seit vielen Jahren zu Tausenden angehäuft und genau eine Gelegenheit dieser Art abgewartet, um damit Israel zu beschiessen.

Lasst uns klarstellen: Palästinensische Araber sind in der Situation, dass sie nach Jahrzehnten Häuser räumen müssen, die nachweislich in jüdischem Besitz stehen. Dies jedoch nur wegen ihrer Weigerung, Miete zu zahlen. Solche Streitigkeiten gibt es auf der ganzen Welt, aber nur in Jerusalem führen sie zu gewalttätigen und militärischen Auseinandersetzungen, dazu die internationale Schuldzuweisung an Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten mit einer Rechtsordnung und unabhängigen Gerichten. Wirklich Wichtiges zur Situation in Sheikh Jarrah hat kaum den Weg in die Medien gefunden, deshalb hier einige wichtige Details.

Die Umgebung

Die mit Shimon Ha Tzadik bezeichnete Gegend war nach Simon dem Gerechten benannt, einem grossen Hohenpriester aus der Zeit des Zweiten Tempels. Er ist dort begraben. Am 13. April 1948, kurz vor der Gründung des Staates Israel, überfielen dort Araber einen jüdischen Konvoy auf dem Weg über Sheikh Jarrah zum Hadassah Hospital. Sie massakrierten 78 Juden, Ärzte, Krankenschwestern und Patienten. Die Briten schauten nur zu.

Man beachte, dass die fraglichen Häuser im Gebiet namens Shimon Ha Tzadik stehen, nicht im angrenzenden Gebiet genannt Sheikh Jarrah. Die Araber sprechen irreführend von Sheikh Jarrah, um aller Welt den Eindruck zu vermitteln, es handle sich heute wie schon früher um eine arabisch Gegend. Das sind Fake News.

Ursprüngliches Eigentum

Das betreffende Land war von Juden lange vor 1948, tatsächlich im Jahr 1875 gekauft worden. Der rechtliche Nachweis liegt vor. Um das Grab von Shimon Ha Tzadik tsaddik entstand ein lebendiges jüdisches Viertel mit über 1oo Familien. 1948 wurden sie während des von arabischen Staaten ausgelösten Unabhängigkeitskriegs gewaltsam vertrieben. Jüdische Investoren erwarben 1998 von den ursprünglichen jüdischen Eigentümergemeinschaften die Eigentumsrechte.

Wie sind die Araber damals in die jüdischen Häuser eingezogen?

Israel konnte sich im Unabhängigkeitskrieg behaupten. Doch gelang es Jordanien, widerrechtlich Teile des gemäss Völkerbundmandat von 1922 zu Israel gehörenden Gebiets zu besetzen, nämlich Judäa/Samaria (sogenanntes Westjordanland) und den Ostteil Jerusalems. Jordaniens Souveränität über diese Gebiete wurde jedoch weder von der UNO, noch von der arabischen Liga anerkannt. Was machte Jordanien mit den ehemals jüdischen Besitztümern? In einigen Fällen nahm Jordanien Land in Besitz, 1956 wurden Häuser – wie im vorliegenden Fall – auch treuhänderisch an Araber vermietet, aber nie zu Eigentum abgegeben. Das bedeutet, dass die betreffenden Häuser in Shimon Ha Tzadik immer noch in jüdischem Besitz sind und dass die Araber, die dort leben, bestenfalls geschützte Mieter sind und Miete zahlen müssten, was sie aber seit Jahrzehnten nicht tun. Damit verletzen sie ihren geschützten Mieterstatus und haben damit das Recht verwirkt, in den in jüdischem Besitz sich befindenden Immobilien zu bleiben. Deshalb stehen sie vor der Ausweisung.

Der juristische Kampf

Im dauernden juristischen Kampf um das Gebiet haben die Araber verschiedentlich behauptet, dass die jüdischen Eigentumspapiere gefälscht wären, dass sie seinerzeit nach drei Jahren Eigentümer wurden. Während israelische Gerichte in vielen Fällen gezeigt haben, dass sie kein Problem damit haben, gegen Israelis und zugunsten von Arabern zu urteilen, haben die Gerichte in diesem Fall die arabischen Ansprüche in Shimon Ha Tzadik als widersprüchlich und unbegründet befunden. Tatsächlich wurden die den Gerichten vorgelegten Eigentumsurkunden, die arabisches Eigentum beweisen sollten, von der forensischen Abteilung der Polizei als „vollständig gefälscht“ beurteilt. Dennoch versuchen die Mieter weiterhin, die legale Räumung durch wiederholte Appelle an israelische Richter und die internationale Meinung zu verhindern.

Politische Ziele der Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde in Jerusalem

Um richtig zu verstehen, worum es in diesem an sich einfachen Rechtsstreit geht, müssen Sie sich die Ziele der Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde vor Augen halten. Beide versuchen zu beweisen, dass sie die Retter und Beschützer von Al Kuds (Jerusalem) gegen die „Besatzer“, die Juden, sind! Sie schreiben daher die Geschichte um und schaffen so Fake News. So nutzen sie diesen einfachen Rechtsstreit für einen Versuch, Israel und seine 4’000 Jahre alte historische und rechtliche Verbindung zu seiner Heiligen Stadt und ewigen Hauptstadt zu verteufeln und auszuradieren. Im Moment spielt sich ein gewaltsamer interner Kampf zwischen Hamas und Fatah ab, um zu beweisen, wer der wahre „Retter Jerusalems“ ist.

Jeder, der sich um Freiheit, Demokratie und Wahrheit kümmert, sollte dies verurteilen und jegliche Bemühungen unterstützten, diesen gewalttätigen dschihadistischen Bestrebungen entgegenzuwirken. Die Alternative bedeutet nicht nur Zerstörung Israels und von Werten grundlegender Natur, auf denen westliche Demokratien aufgebaut sind – sondern würde, da der Dschihad international weiter vordringen will, den Verlust zahlloser unschuldiger Leben bedeuten.

Jerusalem, 31. Mai 2021 / Chaim Silberstein

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