• Trotz Krieg: Die Kinder der Neueinwanderer im Kibbutz Hinanit feiern Purim. Alle Fotos: privat (C4I Deutschland)
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Wenn in der neuen Heimat Krieg herrscht – Neueinwanderer in Israel

editor - 22. März 2026

Sie kommen mit der Hoffnung auf Frieden und Sicherheit in einer neuen Heimat: Juden aus aller Welt, die mit Hilfe des Einwanderungsprogramms „First Home in the Homeland“ der Jewish Agency einen Neustart in Israel wagen. Wie die frisch Eingewanderten und ihre Betreuer mit der aktuellen Kriegssituation umgehen, schildert der folgende Bericht.

Von First Home in the Homeland, Übersetzung und Bearbeitung CSI

Zuhause ist es am schönsten

Auch wenn Unsicherheit unseren Alltag bestimmt und wir uns mit Freunden häufiger in Luftschutzbunkern treffen als an einem festlichen Tisch, wird unser Kampfgeist mit jedem Tag stärker.

Nur wenige Wochen vor Beginn des „Roaring Lion“-Krieges gegen den Iran konnten wir elf neue Familien in unserem Programm begrüßen. Sobald die Flüge nach Israel wieder aufgenommen werden, erwarten wir sechs weitere Familien, und alles ist bereits für ihre Ankunft vorbereitet.

Mittlerweile nehmen 186 Personen an dem Programm teil. Wir und unsere Koordinatoren stehen mit allen Teilnehmenden in Kontakt und versuchen, ihnen einen möglichst normalen Tagesablauf zu ermöglichen, um ihnen in dieser schwierigen Zeit beizustehen. Selbst während des Krieges konnten sich die Kinder zu Purim in fröhlichen Kostümen verkleiden und süße Geschenke erhalten. Die Erwachsenen haben ihr Studium im Ulpan begonnen – sowohl in Präsenz als auch per Zoom.

In der Siedlung Hinanit halfen ehemalige Programmteilnehmer beim Einrichten eines Kinderzimmers im Luftschutzbunker, damit die Erwachsenen ihr Studium aufnehmen konnten. Die Teilnehmer in Ramat Negev haben ihren Unterricht per Zoom begonnen. Noch ist es nicht einfach, aber sie nehmen sogar ihre Lehrbücher mit in die Bunker, wenn die Sirene ertönt.

Katya und Kirill aus der Ukraine kamen in der israelischen Stadt Afula an und konnten dank Koen, Mitarbeiter von CSI Ukraine, an unserem Programm im Kibbutz Mashabei Sadeh teilnehmen, wo sie sehr herzlich aufgenommen wurden. Sie haben bereits Hilfe bei der Suche nach befristeten Jobs erhalten und gestern mit dem Online-Hebräischkurs begonnen.

„Uns geht es bisher ganz gut. Das Studium hat schon begonnen, uns schwirrt der Kopf, aber Gott sei Dank fangen wir an, Erfolge zu erzielen. Wir sind dankbar für eure Unterstützung. In der Stadt wäre es viel schwieriger für uns gewesen. Wir sind in Sicherheit“, teilte Katya mit.

CSI-Mitarbeiter Koen Carlier verabschiedet Katya und Kirill kurz vor ihrem Flug von Moldawien nach Israel. (Photo Credit: C4I Deutschland)

Eine weitere Familie aus der Ukraine kam nach Hinanit. Gennadiy, Yana und ihr Sohn stießen Ende Februar zu uns. Auch sie fühlen sich sicher und wie zu Hause: „Sowohl Erwachsene als auch Kinder fühlen sich hier sicher. Unser Sohn hat schnell neue Freunde gefunden. Wir haben hervorragende Betreuer und sind hier von sehr netten und freundlichen Menschen umgeben. Wir erleben hautnah, wie sich die Menschen gegenseitig unterstützen und inspirieren. Kinder basteln im Luftschutzbunker, Erwachsene treiben gemeinsam Sport und lernen, und die Koordinatoren laden sie zu Tee und tiefgründigen Gesprächen ein.“

Bereits Anfang März erhielten wir den unbestreitbaren Beweis, dass ein Zuhause, Unterstützung und Fürsorge kleine Wunder bewirken können. Varvara, ein junges Mädchen, das erst vor drei Jahren mit ihrer Familie nach Israel kam, gewann einen Erzählwettbewerb über den Nordbezirk. Ihre Eltern teilten uns sofort diese wunderbare Nachricht mit: „Das ist der überzeugende Beweis dafür, dass das Programm wirklich funktioniert. Für uns ist es ein wunderbares Geschenk zum dritten Jahrestag unserer Alija.“

Das Leben geht weiter. Am Israel Chai!

Als Christen an der Seite Israels Schweiz unterstützen wir die Einwanderung von Juden nach Israel (Alijah) auf verschiedene Weise. Mehr Informationen erhalten Sie hier.